Logo 329px x 61px

von

Rock’n’Roll und Verwandtes #003

Start-Jingle (Lauschlabor01.wav)

Hallo und herzlich willkommen hier im Lauschlabor. Heute ist wieder die Rock’n’Roll-Ausgabe dran und am Mikrofon begrüßt Sie: Michael Lucan.
Den Anfang macht für heute Fats Domino mit einem Titel aus dem Karneval in New Orleans: “Mardi Gras in New Orleans”

Fats Domino / Mardi Gras in New Orleans – 1953 – CD “Hits And Other Favourites”, Nr. 18
Treasure BGCD 06690 · bei Youtube hören

Fats Domino auf dem Weg nach New Orleans, weil er dort den Mardi Gras erleben will, den Karneval oder Fasching in New Orleans, und so heißt denn auch der Titel “Mardi Gras in New Orleans”. Er findet wieder statt, der Mardi Gras in New Orleans, der größten Stadt in Louisianna, die im letzten Jahr im August vom Hurrikan Katrina heimgesucht wurde.

Einer der vielen berühmten Söhne dieser Stadt ist Fats Domino, und vorgestern, am 26. Februar ist er 78 Jahre alt geworden. In der ersten Häfte dieser Sendung können Sie einige seiner Titel aus den 50er und 60er Jahren hören.

In der zweiten Hälfte der Sendung gibt’s dann etwas ganz anderes, nämlich unter anderem ein paar Titel von Joy Fleming.

Jetzt aber erst mal wieder zurück nach New Orleans, der Titel “Mardis Gras in New Orleans” über den weltbekannten Karneval bzw. Fasching in New Orleans stammte im Original von Henry Roeland Byrd der als Professor Longhair bekannt wurde und nicht nur Fats Domino stark beeinflusst hat. Von ihm eine Aufnahme aus den 70er-Jahren, danach geht’s dann wieder mit Fats Domino weiter:

Professor Longhair / Junco Partner – CD “Gumbo” · bei Youtube hören

Fats Domino / Don’t You Hear Me Calling You – 1954 – CD “Hits And Other Favourites”, Nr. 26 –
Treasure BGCD 06690 · bei Youtube hören

Fats Domino mit “Don’t You Hear Me Calling You” aus dem Jahr 1954, da war er schon relativ bekannt und erfolgreich, angefangen mit Plattenaufnahmen hatter er ein paar Jahre vorher mit der angeblich ersten echten Rock’n’Roll-Aufnahme, und die kommt jetzt, der “Fat Man”:

Fats Domino / The Fat Man – 1949/50 – CD “Hits And Other Favourites”, Nr. 1 – Treasure BGCD 06690 · bei Youtube hören

Fats Domino / Rocking Chair – 1954 – CD “Hits And Other Favourites”, Nr. 12 – Treasure BGCD 06690 · bei Youtube hören

LORA München, hier ist das Lauschlabor, und das war Fats Domino mit “Rocking Chair” aus dem Jahr 1954, ein Titel noch aus der Zeit vor seinem Durchbruch mit “Blueberry Hill” und anderen seiner Titel, die teilweise Evergreens auf dem Oldies-Markt geworden sind. Und vor “Rocking Chair” der Titel “The Fat Man”, sozusagen eine Anspielung auf sein damals schon erhebliches Übergewicht – und angeblich die erste richtige Rock’n’Roll-Aufnahme. Naja, Rock’n’Roll ist ein weiter Begriff, und da lassen wir das mal gelten.
Noch ein Titel von Fats Domino, “You Done Me Wrong”, und danch “Where Did You Stay”

Fats Domino / You Done Me Wrong – 1954 – CD “Hits And Other Favourites”, Nr. 23 – Treasure BGCD 06690 · bei Youtube hören

Fats Domino / Where Did You Stay – 1954 – CD “Hits And Other Favourites”, Nr. 24 – Treasure BGCD 06690 · bei Youtube hören

Fats Domino im Lauschlabor hier bei LORA München, heute am Faschingsdienstag noch bis Null Uhr – und die Sendung ist sozusagen gemacht für diejenigen, die heute nicht dem Fasching huldigen, sondern einfach ein bißchen gute Musik hören wollen. Über gute Musik gehen die Ansichten auseinander – und weil das so ist und es verschiedene Geschmäcker gibt, gibt es in dieser Sendung wöchentlich ganz unterschiedliche Sachen, und immer am 3. Dienstag im Monat eben Rock’n’Roll und Verwandtes, heute also Fats Domino und gleich ab ca. halb 12 Joy Fleming.

Fats Domino / Don’t You Know – 1955 – CD “Hits And Other Favourites”, Nr. 27 – Treasure BGCD 06690 · bei Youtube hören
Fats Domino / The Big Beat – 1957 – Single Imperial 5477, Seite 1 · bei Youtube hören
Fats Domino / I’m Ready – 1957 – LP “Rock’n’Roll Street”/v.A., LP 1/1 – United Artist Records UAS 29537 · bei Youtube hören

“I’m Ready”, ein Titel von Fats Domino aus dem Jahr 1957 – tja, und obwohl Fats Domino von 1950 bis Mitte der 60er Jahre so etwa 25 Hits im Bereich Rythm & Blues und Pop (also Rock’n’Roll) hatte, wird er irgenwie nicht so richtig zu den Rock’n’Roll-Helden gezählt. Aber er ist immer noch in den Schlagzeilen – zuletzt, als er während des Hurrikans Katrina zunächst vermißt und dann aus seinem Haus in New Orleans gerettet wurde – und gibt mindestens ein Konzert im Jahr in New Orleans.
Ein etwas bekannterer Titel von ihm – im Gegensatz zu den bisher gespielten – zum Schluß: Und das ist “Kansas City”:

Fats Domino / Kansas City – 1964 – Single EMI Electrola 1C 006-95 677, Seite 2 · bei Youtube hören
Werbung
Joy Fleming / Tutti Frutti – 1974 – LP “Joy Fleming Live”, Intercord 27 741-8 (Club-Sonderauflage)

“Tutti Frutti” hier gesungen von Jyo Fleming begleitet von Ralf Nowy und seiner Gruppe in einer Live-Aufnahme von 1974. Das war die Zeit, als sie – mit dreißig Jahren – nach 10 Jahren nicht so erfolgreicher musikalischer Tätigkeit endlich Anerkennung als einzige deutsche Rock- und Bluessängerin internationalen Zuschnitts fand. Und schon ein Jahr später – 1975 – vertrat sie Deutschland beim “Grand Prix d’Eurovision” und blieb dann – jedenfalls ofiziell – beim Schlager. Immerhin, ihr “Neackarbrücken.-Blues” im Mannheimer Dialekt aus dieser Zeit fand auch international Beachtung.
Aber den Mannemer Brück-Blues hören wir jetzt nicht, sondern “Oh! Darling” – einen Beatles-Titel von John Lennon und Paul McCartney, den Joy Fleming Ende der 60er-Jahre aufnahm: Joy & The Hit Kids – bitteschön:

Joy & The Hit Kids / Oh! Darling – 1968 – Polydor 53 174 · als “Joy Unlimited” (1970) bei Youtube hören (live im Studio)

Joy & The Hit Kids mit “Oh! Darling” – und dahinter verbirgt sich Joy Fleming und übrigens ein Gitarrist namens Hans Lingenfelder, der später als Ricky King erfolgreich wurde, mit Gitarrenschnulzen. Joy Fleming hat sich immer mal wieder drüber beschwert, dass sie nicht den Erfolg hat, den ihre Stimme eigentlich hergeben würde. Vielleicht liegt es ein bißchen an der Auswahl der Stücke, aber im Prinzip hat sie natürlich recht.

Einen Titel von ihr habe ich noch, und das ist ein Titel, der mir noch besser gefällt als der erwähnte Neckarbrücken-Blues. Wie der ist auch “Ich will mei Meisl” von ihr selbst geschrieben, der Text jedenfalls: Also hier nochmal: Joy Fleming mit dem Ruf all der Frauen, deren Männer zuviel arbeiten oder nachts in Rundfunkstudios herumsitzen: Ich will mei Meisl!

Joy Fleming / Ich will mei Meisl! – 1974 – LP “Joy Fleming Live”, Intercord 27 741-8 (Club-Sonderauflage)

Suzi Quatro / Ain’t Got No Home – 1973 – CD A’s B’s & Rarities EMI 7243 8 75953 2 3 – Nr. 3 · bei Youtube hören

Haben Sie sie erkannt? Das war Suzi Quatro: “Ain’t Got No Home” ein Titel aus ihrem Live-Programm von 1972, den sie auch 1973 im Studio aufgenommen hat. Der Titel ist aber nie auf Schallplatte erschienen, sondern erstmals 2004 auf einer CD herausgekommen. Im Orignal ein Rockabilly-Stück von Clarence “Frogman” Henry – da hieß der Refrain: “I’m A Lonely Frog” – aus dem Jahr 1957.

Auf den alten LPs von Suzi Quatro verbergen sich neben ihren Rock-Hits wie “48 Crash”, “Can The Can” und anderen auch immer ein paar Stücke, die auch in eine Sendung wie diese passen. Und die sind dann immer nicht von den Hit-Produzenten Mike Chapman und Nicki Chinn – sondern von ihr selbst. Wie auch “Klondyke Kate”:

Suzi Quatro / Klondyke Kate – 1974 – LP “Quatro”, Seite 1, Nr. 4 – EMI 1 C 062-95 931 · bei Youtube hören
Lauschlabor-RnR-Jingle
Suzi Quatro / Tear Me Apart (Alternate Version) – 1976 – CD A’s B’s & Rarities EMI 7243 8 75953 2 3 – Nr. 18 · bei Youtube hören

Da hat sich nun doch tatsächlich noch einer ihrer Hits in die Sendung geschlichen: Suzi Quatro mit “Tear Me Apart”, allerdings nicht in der Version die damals in den 70er Jahren in den Hitparaden war, sondern eine ganz andere, alternative Aufnahme, die damals nicht veröffentlicht wurde sondern erst vor etwas mehr als 1 Jahr auf der schon erwähnten CD erschienen ist.

Denise Lasalle / Give Me Yo Most Strongest Whiskey – 1985 – Maxi-Single, CBS TX 6334, Seite 2, LC 0199 · Live-Version bei Youtube hören

Ja, das war jetzt noch Denise Lasalle mit “Give Me Yo Most Strongest Whiskey”, Denise Lasalle, die “Königin des Soul und Blues”. 1985 hat Sie einen Ausflug in die Disco-Musik gewagt, mit dem Titel “My Toot Toot”, die Rückseite dieses Titels war das eben gehörte “Give Me Yo Most Strongest Whiskey”, wohl um damit die Sünde des “Toot Toot” herunter zu spülen.

Ja, und wenn ich nun auf die Uhr schaue, dann ist klar: Das war’s für heute. Lauschlabor, heute Rock’n’Roll und verwandter Musik, mit Fats Domino, Joy Fleming, Suzi Quatro und Denise Lasalle, wo bekommen Sie schon eine solche Mischung.

Hier bei LORA wieder in 4 Wochen hören, am 28. März. Wie immer am 4. Dienstag im Monat, das ist ja der Rock’n’Roll-Termin hier im Lauschlabor.

Nächste Woche sitzt hier wieder Liv Dienstbach und bringt Hard und Heavy.

LORA München gibt es hier morgen wieder ab 17 Uhr. Verantwortlich für die vergangene Stunde und hier am Mikrofon saß für Sie heute Nacht Michael Lucan, und ich sage: Danke für’s Zuhören und Gute Nacht.

Und zum Schluß noch David Cassidy mit “Rock Me Baby” als Anregung für den Rest der Nacht.

David Cassidy / Rock Me Baby – 1974 – LP “Super Bells – 16 Original Hits”, Seite 2, 2 – EMI 1 C 062-96 847 · bei Youtube hören