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Mario Adorf singt Georg Kreisler

Nach langer Enthaltsamkeit habe ich heute wieder die Sendung “Liederliches & Kleinkunst” moderiert. Harald Bischoff hatte mich gebeten, einzuspringen. Und so habe ich geschaut, was ich schnell für ein Programm auf die Beine stellen kann.

“Mario Adorf singt, Harald Bischoff liest Georg Kreisler” war dann das Ergebnis. Denn eine CD von Mario Adorf, die ich früher wohl nur einmal flüchtig angehört hatte, sprang mir bei der Suche im CD-Regal in die Augen, in die Hände, und wollte gespielt werden. Immerhin schon aus dem Jahr 1996 und von mir nie besonders beachtet. Kreisler hört man im Original, habe ich mir wohl immer gedacht. Was Mario Adorf betrifft, ein dummes Vorurteil – das ergab sich unmittelbar beim Reinhören in die CD.

Mario Adorf (2005 im Münchner Gasteig)

Mario Adorf (2005 im Münchner Gasteig)

Aber was kann man dazu tun, ohne dass es langweilt oder belehrt? “Liederliches & Kleinkunst” ist ja doch eine Unterhaltungssendung. Die Ordnung im CD-Regal überrascht mich selbst immer wieder, und so auch diesmal: In unmittelbarer Nachbarschaft der bösen Kreislerlieder vom Mario Adorf fand sich auch meine eigene Produktion einer Kreisler-Lesung. Mit Harald Bischoff als Sprecher hatte ich einige Ausschnitte aus den Büchern “Lieder ohne Worte” und “Der Schattenspringer” für eine Literatursendung einlesen lassen und produziert. Die Originalaufnahmen liegen auf irgendwelchen Festplatten, aber die Beleg-CD stand, wo sie hingehört, im Regal.

Damit war für mich klar: neben den Liedern, interpretiert von einem der beliebtesten Schauspieler Deutschlands, sollte auch Georg Kreisler selbst sprechen. Nicht mit der eigenen Stimme, sondern mit der von Harald Bischoff.

Ich konnte es mir aber nicht verkneifen, dann doch noch 2 Lieder vom Meister selbst – bzw. eines von seiner Frau Barbara Peters gesungen – in die Sendung zu nehmen.

Und das war dann der Einstieg zu einer neuerlichen regelmäßigen Mitarbeit bei “Liederliches & Kleinkunst”. Ab sofort. Einmal im Monat.